Mehrlinge

Viele Schwangerschaften beginnen mit Mehrlingen. Es kursieren Zahlen zwischen 10 und 80 Prozent (siehe "Literatur & mehr").

Ein Mehrling kann aufgrund seiner lebensprägenden, förderlichen und einschränkenden Erfahrungen nie zu einem Einling werden, denn Erfahrungen kann man nicht löschen – aber die einschränkenden Wirkungen können gelöst werden.

Zwillinge / Drillinge / ...

Zwillinge (Modell) © Gabriele Richter

Wenn Zwillinge bzw. Mehrlinge angelegt sind, hören und spüren sie neben den mütterlichen Geräuschen auch die ihrer Geschwister. Schon in den ersten Tagen nach der Befruchtung nehmen sich die Geschwisterchen nicht nur über die Haut oder durch hell-dunkel-Sehen, sondern vor allem sensorisch, energetisch wahr. Sie merken, sie sind nicht alleine!

Sie erfahren eine sehr tiefgehende, innige Nähe, die von keinem anderen Menschen ersetzt werden kann – auch nicht durch die Mutter.

verlorener Zwilling – oder: Das Drama

Nur bei einer sehr geringen Anzahl aller Mehrlingsschwangerschaften kommen auch alle Babys lebend auf die Welt.

ein verlorener und ein überlebender Zwilling (Modell) © Gabriele Richter

Das bedeutet, dass im Mutterbauch meistens nach kurzer Zeit für einen Teil der winzigen Menschlein das Leben schon zu Ende geht. Oft erleben die Zwillinge nur die ersten Tage oder Wochen nach der Befruchtung gemeinsam – also im ersten Schwangerschaftsdrittel. Die Gründe dafür sind vielfältig. Häufig merkt die Mutter nichts davon.

Der gestorbene Zwilling ist eventuell noch länger körperlich vorhanden – als toter und immer härter werdender Klumpen. Dieser tote Klumpen wirkt auf den lebenden Fötus ein und ist sehr bedrohlich.

Bezeichnungen für verstorbene Zwillinge:

  • abgestorbener Zwilling
  • verlorener Zwilling
  • verschwundener Zwilling
  • vanishing twin (Mediziner nennen den Verlust eines Zwillings
    "Vanishing Twin Syndrom".)
  • lost twin
  • Mondkind (eine alte Bezeichnung aus dem 18. Jahrhundert für "Fetus Papiricus")